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alte liebe rostet nicht

man is australien langweilig wenn man arbeitet ;-) wenigstens hatte ich diese woche ja 2 freie tage, was einem erlaubt wenigstens das wochenende zu geniessen und ordentlich zu nutzen. genutzt habe ich es soweit im prinzip um alte (sehn)suechte zu befriedigen: biken und feiern!

zur arbeitswoche gibts nicht viel zu sagen, ausser dass wir halt weiterhin viel geschleppt, gehaemmert und geputzt haben. irgendwann mitte der woche ist dann erfreulicherweise der flo, den ich in tully kennengelernt hab, in brisbane angekommen aber sonst is nix grossartiges passiert.

fuer mein freies wochenende hatte ich schon seit einiger zeit geplant mir mal ein fahrrad auszuleihen und mir einen kleinen berg zu suchen. vorzugsweise wars dann der mount cootha, ein "berg" an dessen fuss der botanische garten liegt und von dem aus man einen guten ueberblick ueber die ganze stadt hat. und weil der flo und der dennis, ein kerl den ich im hostel kennengelernt habe, nix besseres zu tun hatten und sich auch ein bisschen nach bewegung gesehnt haben sind wir dann am samstag in der frueh zu dritt richtung fahrradverleih aufgebrochen. sehr zu meiner freude hab ich beim "aus der tuer gehen" im hostel von einem franzosen aus meinem zimmer sein fahrrad angeboten bekommen, was mir phenomenale 28$ fuer ein leihrad gespart hat. zum fahrradverleih sind wir natuerlich trotzdem, haben uns noch 2 bikes geholt und sind dann losgeradelt richtung westen. besonders vorrangekommen sind wir leider nicht, weil auch in den aussenbereichen brisbanes noch alle nase lang ne ampel steht. schliesslich sind wir dann aber doch im botanischen garten angekommen und haben uns da ne stunde umgeschaut bis wir dann den "berg" in angriff genommen haben. die maechtigen 3 kilometer uphill waren leider auch irgendwie viel zu schnell vorbei, aber wenigstens war der ausblick gut. weil wir leider arme backpacker sind und keine 17$ (10 euro) fuer einen burger bezahlen wollten sind wir dann recht schnell wieder von der aussichtsplattform runter und haben die heimreise angetreten. isngesamt muss man sagen hatten wir echt ne mordsgaudi, auch wenn der sportliche aspekt leider ein wenig auf der strecke geblieben ist. mit dem wetter hatten wir auch glueck, da es in letzter zeit zwar immer schoen warm aber meistens auch madig bewoelkt ist. bewoelkt wars zwar scon aber wenigstens vom regen sind wir verschont geblieben.

wieder im citycentre angekommen haben wir beschlossen, dass der tag ja erst halb vorbei ist, sind in einen bottleshop und haben uns fuer abendliches vorgluehen eingedeckt. dann zurueck ins hostel, pfannkuchen gegessen (immer ein highlight!) und bier genossen (sofern man australisches bier in vollem umfang "geniessen" kann...). spaeter sind wir dann noch mit ein paar anderen leuten richtung fortitude valley, einem stadtteil der naechtens an lloret del mar erinnert, um ein bisschen zu parteyn. unlustigerweise wurde mir dann in einigen clubs der eintritt verwehrt, weil ich ein tanktop anhatte aber ein geliehenes hemd sollte abhilfe schaffen. irgendwie sind wir aber trotzdem nicht weit gekommen an dem abend weil wir schlicht und ergreifend zu viele waren und irgendwie halt auch keiner ne ahnung von gar nix hatte. im endeffekt waren wir dann eine stunde in einem club bevor wir beschlossen haben wieder ins hostel zu gehen und den abend mit bier und chocolate mudcake ausklingen zu lassen.

heut morgen wars wie immer bewoelkt und als dennis und ich zur buecherei gelatscht sind hat der himmel seine saemtlichen wasservorraete ueber uns ergossen. jetzt grad regnets nicht und das werd ich jetzt nutzen und mich wieder auf den heimweg machen, der mich noch ueber einen supermarkt fuehren wird. ich hoffe nur dass das wetter besser wird, wenn flo und ich am naechsten donnerstag zu unserem 4 taegigen surf- und chillurlaub nach byron bay aufbrechen. von da gehts dann noch fuer 2 tage nach newcastle und dann bin ich auch schon in syndey.

schoenen sonntag wuensche ich allerseits und einen schoenen/tollen/netten ersten advent (is doch heut oder?)

ich brauch jetzt erstmal nen kaffee...

1 Kommentar 2.12.07 04:00, kommentieren

neues aus dem kuriositaetenkabinett

als ich letztens mim ramin telefoniert hab, sind wir drauf gekommen dass hier eigentlich schon ne menge dinge anders sind als daheim, ich mich aber schon ganz schoen dran gewoehnt hab. ich hab mich dann dran erinnert, dass ich ja ne eigene rubrik dafuer angelegt hatte. wie ich dann heut so zum internet-kaffee gegangen bin und ein bus, der statt einer busnummer ein "sorry... bus full" auf der anzeige hatte, an mir vorbeigefahren ist hab ich beschlossen mal wieder ein bisschen was aufzuschreiben.

besagter bus ist also mit dem hinweis, auf seine ueberfuelltheit einfach an der bushaltestelle vorbei gefahren. andere busse fahren mit einem "merry christmas" durch die gegend. is ja ganz nett, aber unpraktisch wenn man wissen will ob das der bus ist in den man gerne einsteigen wuerde, vor allem weil busse hier nur halten wenn passagiere winken...

was ganz anderes, was mir grad noch eingefallen ist und von dem ich nichmal weiss, ob ichs schonmal erzaehlt hab: die grundsaetzliche anrede fuer jeden und zwar wirklich jeden (ausser vll dem boss, dem polizisten und dem richter) hier ist mate. zur begruessung wird ausserdem immer nach dem befinden des anderen gefragt. das hoert sich dann in der standardfloskel so an: "how r u mate?" "fine thankx, how r u?" "not to bad." und dann kann die unterhaltung losgehen... aber selbst wenn man sich auf der strasse trifft und in deutschland bei dieser situation mit einem kurzen "hi" aneinander vorbeigehen wuerde, bemuehen die aussies ihre standardfloskel - ohne stehenzubleiben ;-)

eine andere sache die mir noch einfaellt, ist dass man grundsaetzlich nur vornamen benutzt. wenn ich irgendwo was bestelle oder buche: vornamen. wenn ich in der bank anrufe: vornamen. wenn ich meinen boss anrede: vornamen. is irgendwie nett und macht die meisten dinge einfacher und weniger stressvoll.

 zuletzt noch eine kleine anektdote aus dem hostel das ich noch bis
morgen mein zuhause nenne (banana bender backpackers): wie ich an meinem ersten tag am telefon sitz und mit der jule telefoniere seh ich ploetzlich etwas grosses haariges die treppe hochwackeln. oben angekommen erklimmt die ratte das gelaender und macht sich auf in richtung balkon, wo die tische und stuehle zum essen stehen. die herumsitzenden backpackerinnen bemerken das viech allerdings erst, als es direkt neben ihnen auf dem gelaender sitzt - sehr zu meinem vergnuegen. wie sich aber recht schnell herrausstellte ist "humphrey" keine ratte sondern das inoffizielle "haus"possum. possums, auf deutsch einfach opossums, sehen eigentlich aus wie eine mischung aus ratte, katze und affe: rattenartiger koerper, wobei gerade die stadtmodelle  aufgrund von guter fuetterung oefter an katzen erinnern, runde augen, affenartige pfoten mit denen sie sogar greiffen keonnen und ein langer rattenschwanz. so kommt humphrey jeden abend, wenn alle gegessen haben und es ein bisschen ruhiger im hostel wird, ueber den zaun geklettert und kriecht in die muelleimer, sucht auf dem boden und auf baenken nach essensresten und laesst sich gelegentlich streicheln und fuettern. wenn neuankoemmlinge da sind, dann sorgt er jedes mal fuer ein kleines bisschen aufregung und die neuankoemmlinge (insbesondere junge damen) wiederrum sorgen hin und wieder fuer eine kleine belustigung unter den alteingesessenen. so hat doch jeder was davon oder?

mehr faellt mir grad net ein, aber wie gesagt: an viele sachen gewoehnt man sich halt auch einfach recht schnell. ich werd aber mal drauf achten und hoffentlich bisschen was davon aufschreiben.

8 Kommentare 5.12.07 07:40, kommentieren

byron bay

wie der titel schon sagt bin ich jetzt in byron bay. am donnerstag um 10:30 uhr in brisbane mit dem bus losgefahren und dann fast 4 stunden spaeter, um 3:15 in byron angekommen. 4 stunden? von 10:30 bis 3:15? ja! ich bin zwar nur nach sueden gefahren, habe dabei aber die staatengrenze von queensland nach new south wales ueberquert und weil es in nsw zeitumstellung gibt und in qld nicht musste ich meine uhr um eine stunde vorstellen. zudem ist es jetzt, wo ich um 15:00 uhr meinen eintrag schreibe bei euch erst 05:00 uhr - also: ab jetzt 10 stunden rechnen! eigentlich eh sinnlos manchen leuten das zu erklaeren, ge ramin ;-)

hm byron... was soll ich sagen: ich bin erst 2 tage hier, mein konto hat erheblich gelitten und ich hab noch nicht mal neue klamotten gekauft was noch ansteht... inzwischen bin ich echt froh, dass ich meinen surfkurs in 1770 gemacht hab, wo ich 19$ fuer 3 stunden gezahlt habe. der flo hat grad 69$ fuer 4 stunden geloehnt  ausser teuer is byron aber auch chillig und ein richtiger urlauberort! um den ort zu beschreiben ist es vielleicht einfacher ein paar synonyme zu gebrauchen: lloret, mallorca, ibiza - aber alles immer gemischt mit dem stil den eine typische surferstadt einfach mit sich bringt. die meisten laeden sind entweder reisebueros, kaffees oder surferlaeden. koennt euch ja vorstellen, wie schwer es ist, wenn man auf reisen ist, gerne kaffee trinkt und auf quicksilver, billabong, ripcurl und co steht hier sein geld zu managen... des einzige was hier wieder mal sehr billig ist, ist dass ich kein geld fuer internet ausgeben muss, weil alle 3 backpacker-reisebueros direkt nebeneinander sind und freies internet fuer eine halbe stunde anbieten. wie praktisch, dass der quicksilverladen gleich nebenan ist...

wohnen tu ich ein bisserl ausserhalb in einem echt schoenen backpacker-resort. das zimmer is gross, hat ein eigenes bad und sonst gibts eine grosse kueche, grosse chillout-area mit vielen videos zum anschauen, fetten garten mit baenken und tischen und ein hauseigenes bistro. der strand is auf der anderen seite der strasse und der surf is gut - was will man mehr?

was ich hier und in brissy noch so alles erlebt hab seit meinem letzten eintrag schreib ich dann wann anders - ich muss jetzt noch was einkaufen bevor ich zurueck ins hostel fahr und der bus geht bald - zum latschen bin ich zu faul.

was ich uebrigens sehr praktisch finde ist das neue lokis-plugin wo man auf google-maps zugreiffen kann. hab da mal den ungefaehren standort meines hostels markiert.

das wetter is heute uebrigens mal wieder so wie sichs gehoert: hautkrebsfoerdernd! sauheiss und blauer himmel und desshalb verzieh ich mich nacher auch noch an strand.

schoenes wochenende an alle schueler, zivis, studenten und hart arbeitende menschen da draussen!

3 Kommentare 8.12.07 05:24, kommentieren

newcastle

Hm jetzt sitz ich im verregneten newcastle im hostel und versuche zu rekonstruieren, was ich eigentlich letztens in byron noch geblogt hab…
Da der eintrag aber nicht allzu hilfreich gewesen sein kann, will ich einfach nochmal kurz zusammenfassen, was ich seit meinem letzten eintrag aus brisbane so gemacht hab – viel wars eigentlich eh net.

Montag und Dienstag nach meinem letzten eintrag aus brissy hab ich noch gearbeitet um meiner reisekasse den letzten schliff zu geben. Am Mittwoch hatte ich einen, in meinem fraser und whitsunday und noosa paket inkludierten, boomerang-workshop. Bin da also in der früh hin, hab mir einen boomerang ausgesucht und den dann nach herzenslust angemalt und auch wenn manch einer es nicht glauben mag: sieht eigentlich recht gut aus!

Tags darauf hab ich mich mit meinem gepäck (das irgendwie immer mehr und schwerer wird) auf gemacht in richtung bus und bin mitm flo nach byron bay gefahren. In byron haben wir, wie das halt so ist, gleich mal wieder jemanden getroffen den wir (bzw. in dem fall nur der flo) kannten. Das mädel namens laura,die flo aus sydney kannte, hat uns gesagt, dass sie gleich am Freitag nach nimbin fährt und weil wir das eigentlich auch vorgehabt hatten haben wir gleich noch die selbe tour gebucht. Also: nimbin. Nimbin ist ein kleiner ort in den bergen westlich von byron bay. Soweit so gut. Aber nimbin ist auch der einzige ort in ganz australien an dem das konsumieren von marijuhana toleriert wird und wenn man diese tatsache berücksichtigt kann man sich glaub ich ganz gut vorstellen, was da für leute leben. „gegründet“ wurde nimbin, als 1973 das aquarius festival dort stattfand und einige der, bei dieser gelegenheit nackt umherlaufenden und gras rauchenden, hippies beschlossen nicht mehr nach hause zurückzugehen. Also legten all diejenigen anhänger der freien liebe, die genug von „babylon“ hatten, ihre gesamten ersparnisse zusammen und kauften unmengen billiges hinterland von ansäßigen bauern. Naja und ebendiese einsiedler, deren kinder und neue zuwanderer mit gleicher gesinnung machen heutzutage die bevölkerung nimbins aus. Obwohl es in nimbin auch eine schule, zwei backpacker-hostels, ein krankenhaus und sogar eine polizeistation gibt ist in nimbin halt doch irgendwie alles anders. Zum beispiel erklärt einem der fahrer der happy coach, unserem tourbus, kurz vor ankunft, welche die einzige bäckerei im ort ist bei der man 100% „ungewürzte“ speisen kaufen kann und dass man bei allen anderen bäckereien, kaffees und der pizzeria gefahr läuft von seinem sandwitch, kuchen oder stück pizza high zu werden. Als kleines special wird dann noch schnell aufgezählt, welche drogen wo erhältlich sind und dann ist man auch schon da. Die straßen und läden sind bunt und die leute scheinen entweder ganz normal oder total abgestürzt – es gibt also nicht nur junkies in nimbin. Zu kaufen gibt es allerdings wirklich allerhand dubioses zeug von umso dubioseren gestalten – von der frau die die cookies verkauft würd ich nichtmal nen normalen keks nehmen und die mushroom-lady sieht aus, als würde sie da schlafen wo die pilze herkommen – im wald… aber die touristenläden sind ganz lustig und verkaufen t-shirts, sticker und allerhand rauchutensilien – trotzdem sind 2 stunden in nimbin mehr als genug und man ist dann schon froh, wenn man wieder im tourbus sitzt und ich frag mich echt, wie leute freiwillig in eines der lokalen hostel einchecken können…

Den rest unserer zeit in byron haben wir eigentlich mit urlauben verbracht. Nachdem der gute flo sich einen surfkurs für läppische 65$ (ich hab damals glaub ich 16$ bezahlt) geleistet hat haben wir uns für ein paar tage boards geliehen und sind jeden tag an strand, haben gesurft und gechillt und sind abends feiern gegangen oder haben im hostel mit ein paar anderen chillern ein paar bierchen getrunken.

Irgendwann kam dann aber leider auch schon der tag, an dem wir unseren bus nach newcastle gebucht hatten und irgendwie wollten wir gar net weg. Aber weil wir beide am 14. In sydney hostels gebucht haben und unbedingt die weintour durchs lower hunter valley, wo man von newcastle aus hinkommt, machen wollten mussten wir halt doch schon weiter. So sind wir also über nacht 10 stunden im bus von byron nach newcastle gefahren, haben kaum gepennt und dann hundemüde ins backpackers by the beach eingecheckt. Unser plan, den tag abgesehen von tour-buchen mit surfen zu verbringen fiel dann leider buchstäblich ins wasser weil das wetter mal wieder nicht so wollte wie wir. Also haben wirs uns in unsrem 8er zimmer in dem aber nur 5 leute waren gemütlich gemacht und uns über unsere zimmergenoßen amüsiert: da wäre zum einen der japaner, der seit 2 wochen in australien ist und seit genau dem tag seiner ankunft englisch spricht – aber er gibt sich mühe ;-) dann hatten wir noch ein ganz reizendes englisches exemplar von männlichem geschlecht aber mit dem körper eines 13 jährigen mädchens. Dieser junge mann hielt sich für den größte stecher der südlichen hemisphäre und flo und ich hatten mitunter mühe bei seinen geschichten nicht in schallendes gelächter auszubrechen. Der letzte zimmergenoße war mal wieder deutsch. Ich weiss nicht wie er heißt, ich weiss nicht wo er herkommt, aber er hat es tatsächlich geschafft sein handgepäck am frankfurter flughafen liegen zu lassen und sitzt jetzt in newcastle fest, wo er nur hingefahren ist weil da irgendein typ war, den er im internet kennengelernt hatte. Dummerweise haben sich die beiden in rekordzeit zerstritten und unser deutscher, der seit Sonntag in australien ist ist allein in newcastle zurückgeblieben, wo er jetzt nach arbeit sucht – frohe weihnachten…

Heute (13.12.) sind wir um 9 zur weintour abgeholt worden. Außer uns beiden hatten für heute präzise 0 leute die tour gebucht und wir sind mit unserem busfahrer zu dritt ins lower hunter valley gefahren. Und was soll ich groß erzählen? Die gegend war schön, der wein war gut und weil wir nur 2 leute waren und nichts kaufen wollten ging die weinprobe bei jedem winzer recht flott. Deshalb haben wir auch 7 statt 5 höfe angefahren und insgesamt 46 weine, liköre und schnäpse probiert. dazwischen gabs käse, schokolade, oliven und einen haufen anderes zeug. Am besten glaub ich wird uns die chillipaste im feinschmeckerladen in erinnerung bleiben. In dem laden durfte man alles probieren und weils umsonst war haben wir natürlich gut zugelangt – so auch bei der chillipaste… im ersten moment wars einfach normal scharf und eigentlich nicht besonders lecker. Flo und ich haben uns angeschaut, beschlossen dass sie nicht gut ist und sind in verschiedene richtungen zum nächsten probestand. Ungefähr 10 sekunden nachdem wir probiert hatten wurde das zeug aber auf einmal so dermaßen scharf, sowas hab ich noch net erlebt. Als ich nach geraumer zeit aus meinen tränenden augen mal wieder was sehen konnte hatte der flo die farbe seines roten t-shirts angenommen und unser fahrer kriegte sich nicht mehr ein vor lachen – ich glaub die leute, die täglich die chillipaste probieren sind immer sein highlight und er hat auch eingestanden sich auch immer sehr darauf zu freuen… jedenfalls sind wir nach besagten 46 drinks und einem einstündigen schläfchen im bus wieder im hostel und der flo is erstmal noch ne runde pennen gegangen. Heut abend gibt’s umsonst essen vom hostel und morgen geht’s endlich nach sydney.

hang loose

michi

quickupdate: ich hab den rest vom vorletzten eintrag (kuriositaetenkabinett) hochgeladen. is nur der letzte grosse absatz.

quickupdate no2: ich bin endlich in sydney! es ist laut, es ist gross und es ist teuer. man mag zwar verzweifeln weil man einfach nix findet in so ner grossen stadt und sich total verloren vorkommt, aber irgendwie schafft man es doch, am ersten tag 5 leute zu treffen die man kennt xD

quickupdate no3:  ich hab an meinem gemütlichen tag in newcastle auch ein paar fotos rausgesucht - 3 neue ordner: brisbane, byron und newcastle. fui spaß!

3 Kommentare 13.12.07 05:50, kommentieren

sydney

wie bereits erwaehnt: ich bin endlich da! und: es ist so verdammt gross! und: hilfe wo bin ich?

flo und ich sind am freitag nach einem 3-stuendigen schlaefchen im bus, welches nach einem kleinen partyabend mit den leuten aus unsrem hostel in newcastle auch bitter noetig war, so gegen 1 uhr mittags in syndey eingefahren. flo der sydney-kenner hat mich dann in nen zug richtung zentrum gesetzt und mir gesagt wo ich hin muss und is selbst mim zug nach kings cross gefahren, wo sein hostel is. ich hab dann festgestellt, dass mein hostel in der tat sehr zentral liegt und zwar ist das in etwa so wie wenn man in muenchen in der leopoldstrasse wohnen wuerde, was als tourist doch sehr praktisch ist. abends wollte ich mich mit flick und jo, zwei englischen maedels von fraser und noosa treffen und der flo hat beschlossen mitzukommen. dummerweise hat er dann von einem kerl, bei dem er damals schon gearbeitet hat und bei dem er ab montag wieder anfangen sollte, einen anruf bekommen, dass er am samstag arbeiten muss und deshalb bin ich dann allein in den irish pub um mich mit den maedels zu treffen.

am samstag hab ich mich dann sehr viel mit meinem laptop und meinen fotos beschaeftigt und mich ein bisschen in der stadt orientiert, bin aber irgendwie zu nichts so recht gekommen. abends hab ich mich dann nochmal mit flick und jo getroffen, weil die am folgenden tag nach melbourne geflogen sind und pati unser ire war auch am start.

sonntags hab ich mich ein bisschen touristisch betaetigt, hatte aber eigentlich gar keinen bock drauf weil das wetter eher bescheiden war. die harbour bridge sieht aber auch vor bewoelktem himmel recht eindrucksvoll aus, was man von der oper allerdings nicht behaupten kann. von der naehe aus gesehen und gerade wenn das licht nicht besonders gut ist, sieht das weisse dach eher gelb aus und irgendwie gar nicht sooo toll wie auf den postkarten. trotzdem hab ich mir dann eine fuehrung gegoennt und die war eigentlich recht gut und das innere der oper hat schon auch was.

montag... war auch ein bisschen verplant. in der frueh hat mich der flo angerufen, weil er zwecks schlechtem wetter nicht arbeiten musste und nachdem ich 1 stunde angestanden bin um meine fotos gebrannt zu kriegen und nochmal ne stunde in der post verbracht habe um ein paar sachen nach deutschland zu schicken bin ich mim flo losgezogen um ein bisschen einkaufen zu gehen weil ich meine mitgebrachte jeans beim arbeiten in brisbane verdreckt hatte und unbedingt eine zum weggehn gebraucht hab. mein ohnehin schon zerrupftes konto hat dann noch ein bisschen gelitten, aber shoppen macht ja gluecklich oder? den tag hab ich dann schoen im starbucks coffee am darling harbour mit claudi und dani, den 2 deutschen maedels von fraser und noosa ausklingen lassen. wir sind dann noch mitten in der nacht auf die harbour bridge gelatscht und von da aus gesehen und bei dunkelheit sah die oper dann tatsaechlich wunderbar aus und wir haben auch ein paar postkartenreife aufnahmen ergattern koennen.

ja und heut is dienstag und im prinzip war net viel los. bin frueh aufgestanden und mit claudi und dani, die morgen heim nach koeln fliegen zum bondi beach gefahren und wir haben da den tag gechillt und ein paar fotos gemacht.

ich weiss, dass solche blogeintraege stinklangweilig sind, aber so is das nunmal wenn man als tourist unterwegs is ;-) alles in allem muss man sagen, dass sydney sich am besten durch ein sehr treffendes englisches atribut beschreiben laesst: stuning! am anfang ist mal fast ein bisschen gelaehmt weil die stadt so gross ist und es an jeder und zwar wortwoertlich an jeder ecke was zu sehen gibt. aber sobald man sich mal ein bisschen orientiert und das flair der stadt aufgenommen hat ist es einfach nur genial durch die strassen zu wandern und wie ein kleines kind zu staunen. und weil ich weiss, dass es unmoeglich ist, alles zu sehen mach ich mir auch keinen stress und lass mich einfach durch die stadt treiben und geniesse jede strasse, jede ecke und jedes gebaeude. morgen fahr ich in die blue mountains, also daumen druecken, dass das wetter gut wird!

lieben gruss

michi

18.12.07 07:42, kommentieren

24.12. 2007

Jaja jetzt is es tatsächlich schon weihnachten und es sind fast viereinhalb monate seit ich in münchen in den flieger gestiegen bin. Zudem bin ich nach 4 monaten, 2200km im flugzeug, 3500km und 40h im bus und 750km im auto wieder in melbourne. In der zeit hab ich 8 wochen gearbeitet, 17 städte gesehen und in 19 verschiedenen hostels übernachtet. Ich hatte 2 sonnebrände, keine krankheiten und irgendwie mehr regen und schlechtes wetter als erwartet.

Soviel mal dazu. Jetzt mal noch ne kurze zusammenfassung von der letzten woche: Mittwoch in sydney bin ich mit der fähre nach manly gefahren um da ein bisschen die küste abzuwandern und hab dabei ein bavarian bier cafè entdeckt. Leider musste ich mir ein paulaner weißbier verkneifen weil ich meine fähre zurück nach sydney nicht verpassen wollte. Bei preisen von 8$ pro bier hat mein geldbeutel aber auch ganz schön aufgeatmet, als ich der bar den rücken gekehrt habe… später bin ich noch zum darling harbour und nach chinatown gelatscht und hab dann beschlossen, sydney gesehen zu haben.

Blieben also nur noch die blue mountains, die ich ja eigentlich am Mittwoch in angriff nehmen wollte. Allerdings wurde die tour auf Donnerstag verschoben, was nix ausgemacht hat weil des wetter an beiden tage madig genug war um sich aufzuhängen. Da is man mal im hochsommer in sydney und des wetter is wie bei uns im herbst… jedenfalls hatte ich ne tagestour in die blue mountains gebucht, war ganz nett aber nix besonderes. Mag ja vielleicht was ganz besonderes sein für sydneysider die nie aus ihrer stadt rauskommen oder für touristen, die es nicht weiter als sydney – canberra – melbourne schaffen, aber wenn man die regenwälder oben in queensland und einige nationalparks gesehen hat dann sind die blue mountains eigentlich nur ein weiterer grüner fleck auf der karte. Was allerdings sehr schön war, ist dass wir wegen des miesen wetters gesehen haben, warum die blue mountains blue mountains heißes. Wegen der ganzen wolken und dem zeitweisen regen und dem komischen licht dass hier immer herrscht, wenns bewölkt ist schauen die berge echt blau aus. Auf dem rückweg sind wir noch im olympischen dorf vorbeigefahren (olympische spiele 2000 in sydney), wo zum beispiel ein fettes baseballstadion herumsteht, dass seit den spielen quasi ungenutzt ist…

Nach vorabendlicher party mit flo und anderen und morgendlichem fast-den-bus-verpassen bin ich dann am Freitag in der früh nach canberra gefahren. Weil das wetter an diesem tag ausnahmsweise mal gut war bin ich gleich losgewandert und hab mir das neue parlament und sonstige sehenswürdigkeiten der künstlich angelegten stadt am künstlich angelegten see angeschaut. Manche leute finden canberra langweilig (was es definitiv auch ist), aber es hat doch auch irgendwie was an sich. Da die ganze stadt, so wie sie heute ist, vor 100 jahren geplant und aus dem boden gestampft worden ist und gerade mal 300.000 einwohner hat schaut sie einfach ein bisschen aus wie utopia. Zwischen den großen gläsernen wolkenkratzern stehen kleine wohnhäuser aus backstein mit grünen vorgärten und das alles tummelt sich um einen schönen blauen see mit viel parkland drumherum. Auch sonst ist es überall in der stadt mehr grün als grau und es ist so sauber, dass man gar net dran denkt irgendwas auf den boden zu schmeißen. Es ist allerdings nur ein bisschen unpraktisch, dass der architekt, der die australische hauptstadt entworfen hat, eine vorliebe für kreise aller art gehabt zu haben scheint und man deshalb oft eher in kreisen und kurven, als einfach geradeaus auf irgendwas zu läuft. Abends hab ich im hostelpool und in der sauna gechillt und dabei 2 malaysier kennengelernt mit denen ich dann noch das hauptstadtnachtleben erkundet und für schlecht befunden habe.

Am Samstag hat das wetter dann versucht nachzuholen, was es am tag zuvor ausgelassen hatte und es hat in strömen geregnet, was mich dazu veranlasst hat den rest meiner sightseeingtour aufzugeben und ins museum zu gehen. War eigentlich ganz nett, aber irgendwie halt ähnlich wie mit den blue mountains: alles schonmal gesehen. Richtig gut war eine kleine temporäre ausstellung mit den besten politisch motivierten karrikaturen des vergangenen jahres und weil dieses jahr ja wahlen waren hatte ich sogar ein bisschen ahnung von australischer politik, was schon ein bisschen beim verständniss der ausstellungsstücke geholfen hat. Später hat der regen dann aufgehört und ich bin noch ins war memorial gegangen. Das ist ein fettes gelände auf dem neben einer art huldigungshalle für die australischen kriegsopfer auch noch einige denkmäler herumstehen. Obwohl australien, wegen seiner kurzen geschichte und relativen abgelegenheit, wahrscheinlich das land mit den wenigsten kriegsopfern auf dieser welt ist stehen hier glaub ich die meisten kriegsdenkmäler herum (abgesehen von den usa wahrscheinlich). Normalerweise hat jeder noch so kleine ort ein denkmal oder drei und da muss die hauptstadt natürlich mithalten. Neben dem kathedralenartigen grab des namenlosen soldaten, der für alle gefallenen soldaten jemals steht, gibt es auch noch riesige ausstellungen über jeden einzelnen krieg und konflikt, an dem die australier bisher beteiligt waren, zu sehen. Jedenfalls ist es mit bald zu viel geworden da drin und ich hab lieber noch ein bisschen in der sauna und im whirlpool gechillt bevor ich mich in den übernachtbus nach melbourne gehockt hab.

Da hab ich dann das goldene los gezogen: ich hatte im randvollen bus einen nichtfensterplatz neben einem dicken, der englischen sprache unmächtigen inder der zum schlafen eineinhalb sitze gebraucht hat. Auf der anderen seite, waren allerdings keine weiteren sitze sondern ich hatte den luxusplatz direkt bei der toilette. Zu der tatsache, dass hier deshalb ständig leute vorbeigekommen sind und mich aufgeweckt haben kam dann noch dazu, dass irgendwer das klo verstopft hat und es einfach nur bestialisch gestunken hat. Als ich nach 9 stunden im bus und ca. 4 stunden schlaf endlich in melbourne aus dem bus gestiegen bin, hat mich glatt der schlag getroffen: entgegen der immer wieder gehörten aussage, dass es in melbourne um diese zeit an die 40 grad hat, waren etwas 15 grad die realität. Um die ganze geschichte abzurunden hab ich dann am u-bahnhof noch 1 stunde auf meinen zug gewartet, weil irgendwie gar keine züge durckgekommen sind… trotz dieses glorreichen anfangs hat sich der tag dann relativ schnell zu guten gewendet, als ich im hostel neben stephie, ihrem freund andi, der jetzt 4 wochen da ist, und bettina noch ca. 6 andere leute wiedergetroffen habe von denen ich nicht mal wusste, dass sie über weihnachten hier sind. Es ist dann auch ein bisschen wärmer geworden (20 grad, immer noch arschkalt… und wir haben uns auf die suche nach surfwear-outletstores gemacht – allerdings keine gefunden…

Uuuuuuund heute? Ja madig isses heute. Eigentlich wollten wir weihnachten am strand verbringen, aber es is immer noch saukalt und greislig draußen. Für heut abend haben wir einen tisch beim griechen reserviert und ich wage zu prognostizieren, dass wir morgen einen angenehmen ersten wei(h)nachtstag mit heimischem traubensaft zelbrieren werden – vielleicht sogar am strand, der wetterbericht sagt sonnig vorraus! Weils heut nix war mit strand bin ich mit stephie und andi zum billabong- und zum quicksilverladen die beide sommerschluss- und weihnachtsverkauf haben und deshalb kurze hosen, badeshorts und tshirts saubillig raushauen. Is eigentlich auch eine nette beschäftigung, sich an weihnachten seine weihnachtsgeschenke selber zu kaufen. des paket gibts dann aber erst im april, weil ich alles mit der post heimschicken werd, weil mir die klamotten hier bei den ranzigen waschmaschinen nur draufgehn.

Sonst bleibt mir nix als euch allen, die ihr mir als leser treu geblieben seid, ein frohes fest zu wünschen! Genießt eure freien tage, lassts euch gut gehen und trinkt (nicht) zu viel ;-)

Frohe Weihnachten!

michi

3 Kommentare 24.12.07 06:07, kommentieren

great ocean road

sodalla, haetten wir weihnachten also mal wieder gschmeidig ueber die buehne gebracht. ichweiss zwar nicht, was ihr so getrieben habt aber ich gehe mal davon aus, dass ihr euch ordentlich den wannst vollgehauen und beschenken lassen habt. im grunde kann man das auch fuer mich annehmen, nur dass halt irgendwie alles anders war dieses jahr. am 24. sind wir (stephie, anid, bettina, ich) schoen zum griechen gegangen und haben uns mal gut bekochen lassen. der 25., der hier ja der eigentliche grosse tag ist, kam dann ein bisschen bewoelkt daher, was bettina und mich davon abgehalten hat wie geplant an den strand zu fahren. stephie is mit andi zu ihrer ehemaligen austauschpartnerin nach bendigo gefahren und so haben bettina und ich den vormittag im hostel chillend verbracht. irgendwann ist das wetter dann richtig gut geworden und ich hab meine laufschuhe ausgepackt und bin in den botanischen garten, wo ich unter hunderten weihnachtspicknikenden der einzige laeufer zu sein schien. war echt cool das ganze treiben zu beobachten und mal wieder ein paar kallorien ab- statt aufzubauen. hat mir aber im endeffekt net viel genutzt, weil wir am abend (schoen authentisch -weihnachten halt) schokofondue gemacht haben. die fruechte, die sonst ein vermoegen kosten, hat uns der marktschreier fuer den die bettina (mehr aus langeweile, als des geldes wegen) arbeitet umsonst offeriert - z.b. 12 schachteln erdbeeren, wir haben also ueber die feiertage fast nur obst gegessen. den zweiten weihnachtsfeiertag hab ich dann mal wieder mit einkaufen verbracht, weil alle laeden die nicht schon am 24. ihre lager leergeraeumt hatten jetzt bitterst reduziert hatten. zu meinem (un)glueck hatte ich beim laufen am tag davor den quicksilverladen entdeckt...

vom 27. bis zum 29. hatten stephie, andi und ich jetzt ein auto gemietet um damit die great ocean road abzufahren. die great ocean road ist, wie der name schon sagt, eine strasse die an der suedkueste victorias (meistens direkt am meer) entlang von melbourne richtung westen fuehrt. das wetter war fuer diese unternehmung voll und ganz auf unserer seite und so sind wir am 27. um 9 uhr morgens zunaechst richtung sueden gefahren um auf die great ocean road zu kommen. dabei hatten wir unser erstes *augenreib*-erlebniss: ein wenig suedlich von melbourne, hinter geelong gibt es einen kleinen ort namens torquay. in torquay gibt es eine art grosses einkaufsgelaende namens surf city und wie der name schon sagt: da gabs alles was es an surfutensilien und -acessoires gibt. auf gut deutsch: nehmt einen billabong-katalog zur hand, sucht etwas aus und ich wette ihr koenntet es in surf city finden. das gleiche gilt fuer quicksliver, rusty, rip curl, roxy, reef, usw. zum glueck hatten wir unser geld schon verpulvert, was andi und stephie allerdings nicht davon abgehalten hat noch mehr geld auszugeben... als wir in surf city fertig waren sind wir wieder ins auto gestiegen, ein hyundai getz uebrigens, und die strasse runter gefahren, as vor uns auch schon das meer hinterm huegel hervorkam: fett und blau in der sonne glitzernd. diesen anblick durften wir dann einige kilometer geniessen, die wir, abgesehen von einem kurzen lunch-break, einfach nur an der kueste entlangfahrend verbracht haben bis wir in apollo bay waren. dort angekommen und natuerlich ohne buchungen oder reservierungen aller art haben wir uns dann auf hostelsuche gemacht und sind klaeglich gescheitert. 3 hostels, alle voll. weils ja schoen warm war und wir noch jung und fit haben wir dann beschlossen einfach im auto zu schlafen (hyundai getz!!!). als aus warm dann fresh wurde haben wir uns mit, vom andi aus der heimat mitgebrachtem berentzen, aufgewaermt und karten gespielt bis wir irgenwann zu dem schluss gekommen sind, dass 11 uhr eine gute zeit ist um sich schlafen su legen - und der horror begann. aus fresh wurde ueber nacht saukalt und der michi, der ohne decke oder aehnliches, nur mit jeans und pulli (den er klugerweise bei quicksliver kaeuflich erworben und eingepackt hatte) auf der rueckbank schlief hat sich ordentlich so einiges abgefroren und geschaetzte 4 stunden geschlafen. auf gut deutsch: aeusserst ungediegen die nacht...

sobald die sonne aufging, war allerdings alles vergessen und ein liter iced-coffee und ein muffin zum fruehstueck taten ihr uebriges. nachdem die stephie kalt gedischt hatte (typisch weib: friert die ganze nacht und duscht dann kalt, typisch mann: stinkt schon recht gut, duscht aber net weil er zu feig fuer die kalte dusche ist) gings weiter. den vormittag haben wir wie folgt verbracht: gefahren, stehengeblieben, aussicht genossen, weitergefahren, stehengeblieben, aussicht genossen, usw. dabei haben wir auf der "must do" liste die 12 apostel, london bridge, the arch, the grotto und saemtliche sonstige sehenswuerdigkeiten der great ocean road abgehakt. gegen mittag waren wir dann schon in warrnambool, haben diesmal sogar ein hostel gefunden, eingecheckt, kaffee getrunken, uns bodyboards ausgeliehen und an strand gelatscht. gebraeunt, bespasst und erholt sind wir abends kaputt ins bett gefallen um heute (29.) wieder rechtzeitig im auto zu sitzen.

heute morgen sind wir nach schnellem fruehstueck richtung grampiens national park gefahren. auf dem weg haben wir einige sehr interessante landschaftsteile durchfahren. manchmal sah es aus wie daheim, nur irgendwie unbewohnter, dann wieder wie in griechenland und dann wieder einfach nur australisch. in den grampiens hatten wir leider keine zeit fuer ausgedehnte wanderschaften und ausserdem steckte uns noch die, (wie war das noch?) ungediegene erste nacht in den knochen. auf jeden fall sind wir nur den 1km weg zu den mackenzie falls gelatscht - hat sich allerdings voll und ganz renitert. zurueck nach melbourne hat der andi dann ordentlich gas geben duerfen, weil wir trotz frueh aufstehen und national park abkuerzen spaet dran waren und unser auto um 4 abgeben mussten. auf die minute genau sind wir dann vorm budget car rental vorgefahren, aus dem auto gestiegen und fast umgefallen. die stunden zuvor sind wir einfach im klimatisierten auto gesessen gewesen und in der zeit hatte sich die luft so unglaublich aufgeheitzt. eigentlich wollte ich morgen erst ins internet gehen, aber hier gibts air-condition und draussen hats mal 35 grad (und das um 7 abends...). jedenfall sind wir in der hoffnung auf besserung ganz schnell ins hostel, wurden aber bitter enttaeuscht, weil unser zimmer im dritten stock ist. da hats unter tags genauso viele tausend grad wie draussen und wenns abends "kaelter" wird haben wir im zimmer immer noch 36 grad. aber wir wollen ja nicht jammern, schliesslich frieren sich andere leute an anderen orten der erde den arsch ab ;-)

um nochmal auf die great ocean road zurueckzukommen und ein fazit zu ziehen:einfach nur grandios und auf jeden fall gediegen! der andi, der in der tat ein bisschen weiss ist, weil er aus dem deutschen winter kam hat sich sauber das rechte ohr unds g'nack verbrannt weil er altersbedingt der einzige fahrer war und deshalb immer rechts im auto sass wo ihn die sonne dann schoen angeprallt hat. er hats dann aber wieder equalisiert als er sich in warrnambool am strand, trotz 30er sonnencreme, das linke ohr und den rest des nackens auch noch getoastet hat ;-) stephie hat aus unerfindlichen gruenden, schon vorm strandchillen, nen sonnenbrand am ruecken gehabt. ich hoechstselbst bin einfach nur gut und habe mit gewisser hauttoenung und 15er sonnencreme den sonnenbrand vermieden.

soweit so gut also. morgen gehts ab nach st. kilda, dann sind wir schon zu sechst. nachdem naemlich heute auch laura aus bendigo eingetroffen ist und morgen bettinas schwester aus deutschland kommt ist unsere tasmanien-reisegruppe komplett. jetzt noch genau eine woche in melbourne chillen und nen job suchen.

peace

1 Kommentar 29.12.07 09:27, kommentieren


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