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neue fotos up

heyho liebe leute!

zuerst einmal zu meinem verbleib: ich bin im moment in bundaberg und versuche verzweifelt einen job zu finden, der laengere arbeitszeiten hat als 4 stunden pro tag. da ich dabei aber nicht die groessten aussichten auf erfolg habe, ziehe ich am sonntag weiter und versuche dann in brisbane was zu finden.

die erlebnisse der letzten wochen gibts dann entweder morgen oder aber erst am sonntag aus rainbow beach - abhaengig davon, ob ich lust hab ne viertel stunde in die stadt zu latschen. das problem is naemlich, dass der hochgeschwindigkeits-pc des hostels hier sich desoefteren weigert seiten ordnungsgemaess zu laden und ich keine lust hab einen eintrag zu schreiben, auf "bloggen" zu klicken und dem rechner dann dabei zuzusehen, wie er mir den dienst verweigert und mein scritum in den aether befoerdert. ein schreibprogramm oder usb gibts natuerlich auch nicht.

jetzt aber zum wichtigen teil des eintrags: die lange versprochenen fotos (und videos) sind anschaubar auf dem server vorhanden. in dem hostel in dem ich meine erste nacht in bundaberg verbracht habe konnte ich mit freundlicher unterstuetzung eines, mit der technik des wlan nicht allzu vertrauten und deshalb mit seinem internetzugang recht freigiebig umgehenden, anwohners mit meinem laptop umsonst online gehen. der server und die wlan-verbindung haben zwar einige faxen gemacht, aber mithilfe von viel geduld und dem alu (mal wieder) sind die fotos dann doch auf dem server angekommen.

also: enjoy!

ach und ich vergass: es handelt sich derzeit um honigmelonen

5 Kommentare 1.11.07 08:30, kommentieren

stories of my life

Sooooo, jetzt mal wieder ein eintrag. Dass ich inzwischen in bundaberg angekommen bin haben wir ja schon geklärt. Hier wäre dann der fehlende teil airlie beach – bundaberg:

Am Montag den 22. bin ich zu krissie und anja ins auto gestiegen und wir sind losgefahren richtung eungella national park um schnabeltiere zu sehen. Als wir angekommen sind haben wir auch gleich eines gesehen, dummerweise war es aber auf der anderen seite des flusses und weil schnabeltiere gar nicht so groß sind (40 bis 50 zentimeter) hat man nicht viel gesehen. Weil aber sonst nix in sicht war haben wir beschlossen zuerst zur, für camping freigegebenen, wiese zu fahren zu kochen, das zelt aufzubauen und dann in der dämmerung nochmal zu schauen. Campingwiese haben wir gefunden, essen war auch bald fertig und zelt stand binnen weniger minuten. Blieben also noch die schnabeltiere… also ab ins auto und runter ins tal zum fluss und (hoffentlich) zu den schnabeltieren. Aber wie der liebe gott so will, haben wir uns zuerst verfahren und auf dem rückweg zur richtigen straße einen platten erlitten. Bis der reifen dann ausgetauscht war, war es leider schon zu spät. „aber“ haben wir uns gedacht „macht ja nix, weil wir stehen einfach morgen um halb5 auf dann sehen wir sie in der morgendämmerung!“ so genial der plan auch war, hatte er doch eine entscheidende lücke: die sonne geht einfach so verdammt früh auf inzwischen und als wir um 4:30 uhr aus unserem zelt/auto gekrochen sind, war die sonne leider schon da. Bis wir dann unten am fluss waren, habend die schnabeltiere wohl schon wieder geschlafen. Zumindest haben wir keine mehr gesehen.

Ein bisschen enttäuscht sind wir dann weitergefahren, sind in rockhampton kurz ausgestiegen, haben beschlossen, dass die stadt zu hässlich ist und sind noch weiter gefahren und haben die nacht auf irgendeinem rastplatz auf halbem weg von rockhampton nach town of 770 verbracht.

Am Mittwoch sind wir dann recht früh in agnes water/town of 1770 angekommen. Die mädels haben recht schnell ebschlossen weiterzufahren, aber weil ich ziemlich viel von den beiden nachbarorten agnes water und 1770 gehört hatte, hab ich beschlossen ein bisschen zu bleiben. Im nachhinein gesehen, eine sehr gute entscheidung! Das hostel war superchillig mit hängematten, großer küche, gemülichem fernsehraum mit vielen dvds, schöner aussenarea zum abhängen, kaffee umsonst (*freu*) und barbeque am Samstag. der ort selber (agnes water) war richtig nett, direkt am meer gelegen. Da man dort nicht direkt über die hauptstraße, die die ganze ostküste runterläuft, hinkommt ist der ort nicht so überlaufen wie die meisten anderen. Wenn keine schulferien sind, sind die einzigen leute hier einheimische und ein paar backpacker. angebote für unternehmungslustige gabs trotzdem jede menge: surfunterricht und boardverleih, motorradtouren (auch für leute ohne führerschein), flüge über das riff mit einem kleinen segelflieger und selbstflugangebot (auch für leute ohne pilotenschein) und kajaktouren zu den abgelegenen stränden der gegend mit guten chancen auf die sichtung von delphinen. Losgelegt hab ich gleich am ersten tag mit der choppa-bike tour. Wie gesagt brauchte man dafür keine führerschein, da es ja eh „wie fahrradfahren“ ist und die maschinen „nur 80 km/h“ fahren. Also sind wir mit 30 leuten und „nur 80 km/h“ für 3 stunden durchs land gecruist. Bei der tour hab ich lustigerweise auch stephie und co. wieder getroffen, die schon einen tag da waren und am nächsten nachts weitergefahren sind.

Am Donnerstag hab ich mir dann einen lang ersehnten traum erfüllt: surfen lernen! Der kurs, der nur umgerechnet 10€ gekostet hat, hat ziemlich viel spass gemacht und am ende des tages konnte ich mich einigermaßen auf dem brett halten. Weil das ganze so gut geklappt hat, hab ich mir am Freitag dann gleich ein brett für den ganzen tag geliehen und den großteil des nachmittags in den wellen verbracht – spass! So hab ich mir 3 gemütliche tage in 1770 (der überbegriff für town of 1770 und agnes water) gemacht, bevor ich dann weiter zum arbeiten nach bundaberg wollte.

Also bin ich am Samstag wieder in den bus gestiegen, um nach „rum city“ zu fahren – der stadt eben wo der landbekannte bundaberg rum herkommt und in der es angeblich so viel arbeit für backpacker gibt, dass jeder sich eine goldene nase verdienen kann, wenn er nur will. In bundaberg angekommen hat sich allerdings schnell ernüchterung breit gemacht: zuerst einmal wurde mir mitgelteilt, dass mein (vorgebuchtes) hostel noch keinen platz für mich hat und wurde deshalb in ein ziemlich versifftes und ebenso teures hostel am stadtrand kutschiert. Somit war mein plan, den tag mit besorgungen machen und waschen zu verbringen leider durchkreuzt und statdessen hab ich mir die leidensgeschichten der anderen backpacker angehört, die alle schwierigkeiten haben, einen guten job zu finden. Kleine lichtblicke waren dann nur, dass das hostel in dem ich ab Sonntag wohnen sollte angeblich die besten jobs vermittelt und dass ich für einen tag umsonst wlan-zugang hatte.

Sonntags wurde ich dann wenigstens wirklich in das andere hostel gefahren, dass zwar auch nicht wirklich im zentrum liegt, dafür aber einen supermarkt in der nähe hat und schön sauber ist. Billig ist zwar auch was anderes, aber hier gibt es wenigstens einen schönen pool und jedes zimmer hat eine eigene küche und ein eigenes bad. Beim check-in wurde ich auch gleich gefragt, ob ich nicht um 13:30 uhr gleich meinen ersten job antreten will, was meine laune erheblich gebessert hat. Der job ist eigentlich auch ganz okay, nur ein bisschen „back-breaking“: wir laufen 4 stunden neben einem traktor durch ein riesiges honigmelonenfeld und legen die reifen melonen auf ein fließband, dass am traktoranhänger befestigt ist und die melonen in große kisten befördert. Der zustandbguter laune allerdings hielt nur so lange an, bis ich realisiert habe, dass die farm nicht nur Sonntag, sondern jeden tag nur 4 stunden arbeitet und dass das hier wohl fast überall so ist. Nachdem ich mich dann 2 tage geärgert und mich ausgiebig mit meinem zimmergenoßen, dem holländer bas, über unsere lage (er hat genau den gleichen job wie ich) unterhalten habe, hab ich beschlossen erstmal weiterzureisen und dann in brisbane wieder arbeit zu suchen. Zumindest hat bas da schnell was gefunden, wo er wenigstens 40 stunden die woche hatte und nicht 28… jetzt machen wir uns hier einfach eine lustige zeit, schließlich können wir von dem geld wenigstens hostel und essen bezahlen und haben dann noch ein bisschen was übrig. Am Sonntag fahr ich dann weiter nach rainbow beach und mach von da einen 3-tägigen ausflug nach fraiser island und eine kanu-tour. Der „dutchman“ wird wohl auch ende dieser oder nächster woche weiterziehen, nur leider nordwärts weshalb wir nicht zusammen reisen können.

Am ende mal noch schnell ein großes danke an alle die fleißig blog lesen und mir kommentare, oder in mein gästebuch schreiben! Freut mich, dass ihr mich nicht vergessen habt.

Ansonsten: einfach ma chill‘n! (ge flo ;-)

Michi

8 Kommentare 2.11.07 07:38, kommentieren

Schlechtes wetter…

… seid ihr ja sicher gewohnt, schließlich ist es ja doch schon wieder irgendwie November geworden. Sofern man aber in Australien sitzt bekommt man in der regel eher selten einmal einen Regenschauer ab und kalt isses ja sowieso nie. Trotzdem isses schon irgendwie ärgerlich, wenn sich die erste, ein bisschen länger anhaltende, Phase schlechten Wetters genau dann die ehre gibt wenn man eine Woche voll des Zeltens und anderer outdoor-Aktivitäten genießen möchte.
Das ganze ging eigentlich los, als ich am Sonntag aus Bundaberg in Rainbow Beach ankam, von wo aus ich für montag eine dreitägige 4WD (four wheel drive = Auto mit Vierradantrieb) tour gebucht hatte. Als wir abends in der gruppe mit der ich die nächste 3 tage verbringen sollte zusammen saßen und uns die Anweisungen zum Thema Vierradantriebfahren und Umweltbewusstsein anhörten beschloss der liebe Gott uns ein paar erste schauer zu schicken. Am nächsten morgen als unsere elfköpfige gruppe noch damit beschäftigt war das Auto zu beladen – ja DAS Auto und nicht DIE Autos, 11 man in einen troopie – war das wetter auch noch ganz wundervoll, aber als wir dann gegen Mittag endlich auf der Fähre standen, die uns zur weltgrößten Sandinsel übersetzen sollte kamen schon die ersten Wolken daher. Die erste große „Hauptattraktion“, den umwerfenden lake Mackenzie, konnten wir dann zum glück noch im semi-Sonnenschein genießen und abfotografieren. Zum anblick brauche ich nicht viel zu sagen, da lass ich lieber die Fotos für sich sprechen, aber einen so blauen See mit so weißem Sand hab ich noch nie gesehen. Die aufziehenden Regenwolken haben uns aber recht schnell aus dem See und ins Auto gejagt und kaum dass wir die ersten Kilometer auf Frasers Hauptstraße – dem Strand – gefahren sind hat es auch schon zum ersten mal zu regnen angefangen. Den Rest des Tages haben wir im Nieselregen zelte aufgebaut, im strömenden regen gegrillt und teilweise im „regen“ geschlafen, da manche der zelte alles andere als dicht waren.
Am nächsten morgen ging der tag eigentlich genauso los wie der vorherige aufgehört hatte: im Nieselregen frühstücken, im strömenden regen zelte abbauen und ab ins Auto. Das einzig positive war, wie vorher bereits erwähnt, dass trotz regen die Temperaturen eigentlich recht angenehm waren und man deshalb alles in Badehose erledigen und sich dann schnell abtrocknen und warm anziehen konnte ohne gleich krank zu werden. An diesem tag haben wir aber trotzdem nicht viel gemacht, außer an den sehenswerten stellen am Strand kurz stehen zu bleiben – die angeblich so tollen Seen im Inland haben wir zwecks wetter leider ausgelassen. Nachdem wir am Abend unsere zelte im regen aufgebaut und sogar mit einigen planen eine Art unterschlupf zum kochen und essen gebaut haben, hat es dann fast nicht mehr geregnet aber dunkel wars halt dann schon. Bei der abendlichen Gruppenfotosession hat mein Photoapparat dann beschlossen, es sei zeit schlafen zu gehen und sich mit einem netten „low batterie“ verabschiedet. Was für ein tag…
Der nächste morgen war dann endlich wieder ein sonniger. Also schnell alles eingepackt und losgefahren. Zuerst weiter nach norden zum Indian Head, einem Aussichtspunkt, den wir eigentlich schon am Vortag hätten machen sollen. Von dort hatte man eine geniale Aussicht und weil das wetter zum ersten Mal richtig gut war, war das ganze gleich noch viel schöner. Fotos hab ich natürlich trotz plattem Akku, da Simon, das Schweizer elftel unserer gruppe, mich seinen Photoapparat mitbenutzen hat lassen. Da wir mit unserem Auto gar nicht weiter rauf fahren durften und eh schon viel zu spät waren sind wir dann recht schnell wieder Richtung Süden gefahren, haben dann aber beim schiffswrack, das am tag zuvor in regen und nebel eher langweilig war, nochmal angehalten um Fotos zu machen, was irgendwie wieder ewig gedauert hat. Somit sind wir an unserem eigentlichen ziel – dem Parkplatz vom lake Wabby – beinahe genau zu der zeit angekommen, wo wir dort eigentlich schon wieder hätten abfahren sollen. Also schnell den Wanderweg zum See gehetzt, da dafür wieder viel zeit für Fotos und baden (das wetter war irgendwie immer noch gut&hellip gebraucht, den Wanderweg zurück gelaufen und ab ins Auto. Unten beim Strand angekommen mussten wir feststellen, dass außer uns auch die Flut und diverse Regenwolken den weg dorthin gefunden hatten und so mussten wir uns, wieder mal im regen und immer auf der flucht vor den wellen ganz schön beeilen um halbwegs rechtzeitig bei der Fähre zu sein. Mit australischer Pünktlichkeit (eine stunde Verspätung) haben wir es dann aber doch geschafft, das Auto unbeschadet zurückzubringen und unsere Kaution wiederzuerlangen.
Während die meisten meiner mit-Fraser-triper gleich am nächsten tag (Donnerstag) in der früh den Bus nach Noosa genommen haben, hatte ich noch vor einen tag zu bleiben, weil in meinem touren-Paket auch ein Kajaktrip mit möglicher Delphinsichtung enthalten war und diesen wollte ich an eben jenem, mal wieder verregneten, Donnerstag mit 2 anderen aus meiner Fraser-gruppe machen. Obwohl uns in der früh noch zugesichert wurde, dass der Trip trotz regen stattfindet, hieß es dann als wir um 11 abgeholt werden sollten, dass die ganze Geschichte wortwörtlich ins wasser fällt. Mit eher weniger guter Aussicht auf passendes wetter und somit stattfindenden kajaktrip am nächsten tag hab ich dann beschlossen den nächsten Bus nach Noosa zu nehmen, um nicht einen ganzen tag einfach nur in Rainbow Beach rumzugammeln. In Noosa hatte ich für Sonntag eine Everglades Kanu Safari gebucht und durch den einen tag, den ich jetzt früher dort war, konnte ich den Trip in Steve Irwins Australia Zoo, den ich sonst danach gemacht hätte, am Freitag machen. In Noosa angekommen hat mich Simon, dem ich geschrieben hatte, dass ich früher als geplant komme überraschenderweise vom Busbahnhof abgeholt und mich überredet mit in sein Hostel zu kommen wo er ein zimmer mit Keely und Rachel, 2 Engländerinnen von unserem Fraser Trip hatte. Also schnell zum dritten Mal im Hostel, dass ich früh am morgen gebucht und dann mittags umgebucht hatte angerufen um die Buchung zu canceln und mit Simon mit. Im Hostel hab ich von den Mädels erfahren, dass sie auch für den nächsten tag einen Ausflug in den Australia Zoo geplant hatten und zusammen haben wir dann noch Simon überredet auch mitzukommen.
Der Ausflug in den Australia Zoo, etwas worauf ich mich schon seit der Ankunft in Australien gefreut habe war dann sogar von perfektem Zoo-wetter begleitet: kein regen, aber auch keine pralle sonne. An diesem punkt gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass die meisten von euch wissen, wer Steve Irwin, der Krokodile Hunter ist. Wenn nicht -> wikipedia ;-) viel zu erzählen gibt es natürlich nicht – man muss halt dagewesen sein – aber ein bisschen was erzählenswertes gibt es doch: wir haben Elefanten und Kängurus gefüttert, Koalas gestreichelt und uns die Krokodil-, die Otter- und die Raubvogelfütterung angeschaut. Lustiger weise haben wir im Zoo auch Pati unser irisches elftel des Fraser-trips wieder getroffen und hatten somit einen sehr internationalen und lustigen tag. Alles in allem muss man aber sagen, dass man sich sehr gut überlegen sollte, ob es einem wert ist 49$ für den eintritt in einen Zoo auszugeben, vor allem weil gerade die Krokodilfütterung – DIE Hauptattraktion - nicht sooo der Wahnsinn war.
Der darauffolgende Samstag bestand eigentlich nur aus surfen, Stadt anschauen und einkaufen für den Kanu-trip. Am morgen hab ich mit Simon ein Surfboard geliehen und wir haben unser glück auf den mörderischen wellen am nahegelegenen Sunshine Beach versucht – was zwecks übertriebener Strömung aber äußerst schwer bis unmöglich war, da man kaum weit genug raus paddeln konnte, ohne dann letztendlich 5 Kilometer weiter unten am Strand wieder aus dem wasser zu kommen – sehr zum Amüsement unserer Damen. Gegen Nachmittag sind Simon und ich in die Stadt, er ist in den Bus nach Byron Bay gestiegen und ich hab ein bisschen Sightseeing gemacht,  was aber nur teilweise von erfolg gekrönt war, weil Noosa doch recht groß ist aus 3 teilen besteht die durch massive Flüsse voneinander getrennt sind. Abends hab ichs dann fast verpennt, dass Samstag ist und deshalb die Geschäfte früher zumachen und hätte daher fast nichts zum essen für meinen Kanutrip gehabt…
Ja Kanutrip… ob der letzten paar sonnigen tage hatten wir (Rachel, Keely, ich) die Regenwolken fast schon wieder vergessen, aaaber: da waren sie wieder. Die ganze zeit während wir unsere Sachen gepackt haben, mit der Fähre zum Startpunkt unserer tour gefahren worden sind und unsere Kanus beladen haben sind sie drohend über uns gehangen und als uns gerade erklärt wurde, was wir wann zu tun hätten (einen guide hatten wir mal wieder nicht) fing es mal wieder an zu regnen. Unsere gruppe bestand diesmal aus 7 Leuten: 2 Mädels aus Köln, die wir – wunder oh wunder- schon von Fraser Island kannten, eine Engländerin, ein Schweizer (mal wieder) und wir drei. Bis wir dann eine ungefähre Ahnung hatten wo wir hin mussten, hatte der regen dann schon wieder das weite gesucht und nur die Wolken und der wind waren geblieben. Trotz ständiger Bewölkung war uns der himmel diesmal aber gnädig und wir sind eigentlich trocken durch die ganzen 3 tage gekommen. Natürlich war dieser Trip um einiges weniger Action-geladen als der Fraser Trip, da wir keinen tollen 4WD-Jeep hatten um damit über Sand und stein zu heizen, sondern nur ein paar große Kanus und jeder ein paddel. Trotzdem war der Trip von anfang an Abenteuer pur. Das wasser war rot vom Teebaumöl der umliegenden bäume, sah aber in der sonne an den tieferen stellen tiefblau aus. Zusammen mit dem unglaublichen grün der bäume und dem schönen blau-weiß des Himmels einfach genial. Am ersten Abend haben wir am Campingplatz die gruppe getroffen, die einen tag vor uns die tour gestartet hatte und –sieh an – 5 davon kannten wir von Fraser Island. Somit waren außer Simon alle 11 wieder auf einem fleck…
Die anderen sind aber am nächsten tag wieder Richtung Süden und zurück nach Noosa gepaddelt, während wir eigentlich nach norden wollten um von einem anderen Landeplatz eine Wanderung auf einen Hügel zu machen, der oben komplett aus hellem Sand besteht – sieht von unten fast ein bisschen aus wie Schnee. Aber wie gesagt: erstmal bleib es bei „eigentlich“. Da wir am Vorabend das außenzelt eines unserer 5 zelte als Regenschutz über den freien platz zwischen unseren anderen zelten gespannt hatten war das innenzelt einfach liegen geblieben. In aller früh hatten einige Bienen beschlossen, dass dies der ideale Ort für ein neues Nest sei und sofort mit der Errichtung ihres neuen Königreiches begonnen. Also mussten wir erst einen plan schmieden, der dann wiederrum beinhaltete zwei Töpfe voll Wasser zu kochen, die dann von einem „freiwilligen“ über die Bienen geschüttet werden sollten. Der „freiwillige“ musste dann, aufgrund der Tatsache dass wir 2 männliche Personen bei uns hatten wohl entweder der Schweizer oder ich sein. Weil mein Mitstreiter sich aber am tag zuvor auf mysteriöse weise am fuß verletzt hatte hieß es dann: „come on Michael, you’re a good swimmer an you can run for the river!“ Mihm guter plan… McGiver-style haben wir dann aus einem Regenponcho und meinem Strohhut einen Bienen“schutz“ gebaut, wobei ich glaube dass das einzige was die Bienen davon abgehalten hätte mich zu stechen – hätten sie denn gewollt -  wohl die Tatsache gewesen wäre, dass sie sich über mein Outfit totgelacht hätten. Da die Mädels aber der festen Überzeugung waren, dass 0,5mm dickes Plastik gegen Bienenstiche hilft und deshalb drauf bestanden, dass ich dieses edle designerstück tragen solle hab Ichs halt angezogen, bevor ich mich mit dem wasser auf den weg in Richtung Bienenhaufen gemacht habe. Das ende des ganzen Dramas war dann schlichtweg dass die Bienen nach meiner Attacke entweder tot, oder nicht wirklich an mir interessiert waren, also haben wir das Zelt einfach gepackt und in den Fluss geschmissen und dann zum trocknen aufgehängt. Irgendwie sind wir dann also doch noch losgekommen in Richtung Sandpitch und nach eineinhalb stunden rudern und eineinhalb stunden wandern waren wir dann auch schon da. Sah irgendwie auch nicht anders aus als die Umgebung vom lake Wabby, nur noch größer und ohne lake Wabby. Die Aussicht war aber ganz nett und der Sand und das wetter waren gut für Fotos. Bis wir dann endlich wieder beim camp waren ist die sonne schon fast untergegangen – um 6 Uhr…
Heute (Dienstag) war eigentlich nur zusammenpacken und zurückrudern angesagt. Jetzt sitz ich wieder im Hostel, schreib Blog und komprimiere Fotos, die ich dann wohl morgen online stellen werde. Am Donnerstag fahr ich weiter nach Brisbane, wo ich einige Leute aus Tully oder Fraser wiedertreffen und mir Arbeit suchen werde. Wenns gut läuft arbeite ich dann für 2 oder 3 Wochen und versuche am 14.12. mit Flo in Sydney anzukommen. Soweit der plan, mal schauen was kommt…
Schönen Gruß von der Sonnenterasse (sogar mit sonne!) im dolphin backpackers – Noosa –Australien nach wo auch immer ihr euch gerade rumtreibt!

9 Kommentare 13.11.07 09:09, kommentieren

once again

der server wollte mal wieder nicht ganz so wie ich wollte und deshalb gibts mal wieder keine neuen fotos - zumindest aufm server.

ein paar wenige hab ich bei lokalisten und studivz hochgeladen, aber das sind nur 7 von 50. in brisbane solls gute inet-kaffees geben und wenn ich mal wieder zeit hab, nehm ich das ganze nochmal in angriff.

sorry!

4 Kommentare 14.11.07 05:38, kommentieren

Brisbane

ich liebe diese stadt!

das liegt zum grossteil sicher daran, dass ich zum ersten mal seit ich melbourne verlassen habe wieder das gefuehl hab, in der zivilisation zu sein. es tut gut, endlich mal wieder zu wissen, dass es egal was man kaufen moechte irgendwo in der stadt gibt. damit ist natuerlich nicht gesagt, dass man weiss, wo aber das ist eine andere geschichte...

angekommen bin ich hier am donnerstag vormittag mit dem greyhound bus, nach langer fahrt durch vororte, industrieparks und einen guten teil der eigentlich stadt. das bus-terminal liegt am noerdlichen ende des zentrums und der riesige bus, wobei die australier zwischen "bus" (= bus, so wie wir ihn kennen) und "coach" (= riesiger reisebus = greyhoundbus) unterscheiden, ist tatsaechlich erst mal in den dritten stock des gebaeudes hochgefahren, wo alle "coaches" hinmuessen. beim aussteigen die ersten anzeichen von grossstadt: mcdonals, hungry jacks (=burger king) und kfc, alle drei noch im bahnhofsgebaeude. beim verlassen des terminals dann mein erster gedanke: "ui laut", gefolgt von "hm viele menschen hier" und "hilfe wo bin ich und wo muss ich eigentlich hin?!"

an "ui laut" und "hm viele menschen" hab ich mich inzwischen wieder gewoehnt und die "hilfe wo bin ich"-frage habe ich auch recht schnell klaeren koennen. ganz und gar von tully gepraegt und den bananen verfallen, wie ich halt nunmal zu sein scheine, habe ich im banana bender backpackers, etwa 15 minuten nordwestlich vom central business district (= cbd = zentrum) gelegen, eingecheckt. ausschlaggebend war aber nicht der tolle name, sondern die tatsache dass mir gesagt wurde, man koenne von dort aus am besten arbeit finden.

also bin ich noch am selben tag fresh zur rezeption und hab mich fuer arbeit eingeschrieben, aber weil ich den hostel-leuten nicht mehr so ganz ueber den weg traue bin ich am freitag zur naechstgelegenen arbeitsvermittlung fuer "labour and construction work". das hoert sich, zugegebenermassen, in englisch besser an als in deutsch, wo man wohl einfach "anlaufstelle fuer bauarbeiter und sonstige unqualifizierte arbeitskraefte" sagen wuerde... aber so bin ich nunmal ;-) und weil ich nunmal so (gut) bin, hab ich auch glatt gleich einen job bekommen. 5 stunden spaetschicht in einem lagerhaus fuer villeroy und boch, wo wir toiletten und badewannen verpackt und heruntergefallene spiegel auf schaeden ueberprueft haben. spannend hm?

fuers wochenende hab ich leider keine arbeit bekommen, aber damit ich bald was laenger anhaltendes bekomm, hab ich einen depperltest gemacht und 80$ geloehnt und darf dafuer jetzt auf baustellen arbeiten - und davon haben die hier genug...

nunja und weil ich heute frei hatte und die maedels, die ich von fraser und noosa kenne und mit denen ich heute eigentlich die stadt besichtigen wollte, spontan einen job auf irgendeiner insel in der umgebung bekommen haben bin ich einfach allein losgezogen. dass die stadt riesig ist, erklaert sich wohl von alleine (drittgroesste stadt australiens) und dass sie mir gefaellt hab ich ja erwaehnt oder? also vielleicht wieder zurueck zu den gruenden fuer meine begeisterung fuer brisbane: die stadt hat unglaubliches flair, ist ungemein schoen (ja ich weiss, dass es eine grossstadt ist - trotzdem!) und hat, entgegen weiltlaeufiger meinung, einiges zu bieten. es gibt ein paar schoene gebaeude, super museen und kunstausstellungen, eine riesige fussgaengerzone mit pulsierender kaffeeszene und hey: 2 buechereien mit freiem unternetzugang und wlan-connection. weil grad wochenende ist, sind ueberall in den kleinen und grossen stadtparks kleine maerkte und morgen ist ein grosser wakeboard-contest auf dem brisbane river.

wie ihr seht, hab ich morgen noch genug zu tun, vor allem weil ich genialerweise meinen usb-stick mit den fotos daheim liegen hab lassen und deren upload jetzt leider auf morgen verschieben muss... ab montag darf ich mich dann mit meinen neu erworbenen stahlkappenschuhen und meiner neon-orangen weste als bauarbeiter o.ae. betaetigen - bin ja mal gespannt.

das wetter ist uebrigens nicht top, aber auf jeden fall ertraeglich: regen am morgen, wolken am tag - aber man hat ja regenjacke.

lieben gruss aus der zivilisation!

michi

2 Kommentare 17.11.07 06:50, kommentieren

ich bin definitiv nicht schuld

ich habs 2 stunden lang mit ftp-uploader, windows explorer und internet explorer versucht, aber der server mag mich net.

wenn ich mal wieder nen tag frei, oder sonst zeit hab werd ich mich mal damit auseinandersetzten, wo man sonst einfach und umsonst fotos hochladen kann, weil die spielchen mir langsam zu zeitaufwaendig werden. wenn jemand ne idee hat und sich wo auskennt und mir helfen kann, dann waer ich fuer jede hilfe dankbar, weil ich mich dann nicht so lang damit beschaeftigen muss.

also verbleibe ich mal wieder ohne fotos und deutlich genervt...

6 Kommentare 18.11.07 05:16, kommentieren

brisbane, die arbeit und ich

Und wieder eine woche geschafft!

Mag sich jetzt vielleicht komisch anhören, aber der aufmerksame blogleser weiß, dass ich hier in brisbane auf arbeitssuche war und was soll ich sagen? Ich war „erfolgreich“!

Am Montag und Dienstag hab ich von meiner agentur eine job in einem der vielen parks brisbanes bekommen. Weil die stadt unter den park einen tunnel nur für linienbusse bauen will (in „brissy“ nichts ungewöhnliches, denn das öffentliche verkehrssystem ist sehr gut und busse haben in vielbefahrenen gegenden ihre eigenen fahrbahnen um nicht im stau stehen zu müssen), muss entlang dieser strecke jetzt alles weg und weil die lieben pflänzchen erst eineinhalb jahre alt sind werden die alle wiederverwendet. Also haben wir (ein team von 6 backpackern und die chefin) 2 tage damit verbracht irgendwelche gräser und bäume in töpfe, bzw. große säcke mit erde zu packen. Hört sich ja soweit ganz gut an, wäre da nicht der kleine haken gewesen, dass wir zum arbeiten unsere helme und stahlkappenschuhe tragen mussten, weil die baustelle (von der wir sowieso 500m weg waren, weil wir mitten im park unter bäumen unser umtopfen betrieben haben) von der regierung war und die die regeln da sehr genau genommen haben. Das hört sich jetzt immer noch nicht so schlimm an, aaaber: unsere überbesorgte chefin war der meinung, dass die omnipräsenten wolken plus der schatten der bäume plus sonnencreme einfach nicht genug uv-schutz seien und deshalb haben wir alle schön in langen hosen und langen shirts gearbeitet. In dem maße wie wolken hier aber keinen schutz vor uv strahlen bringen, so bringen sie leider auch keine schutz vor der hitze – sie bedeuten nur schwüle.

Aber auch der job ging mal vorbei und weil die bezahlung bei der agentur nicht die beste ist, hab ich mich anderweitig umgeschaut und hab schließlich von meinem hostel die nummer von einem typen bekommen, der sich ein neues haus gekauft hat und das komplett renoviert. Das „haus“ hat 8 schlafzimmer, 3 bäder eine riesige küche, eine große veranda, einen geräumigen keller und einen swimmingpool im garten – die küchen- und badezimmereinrichtung ist aber von ikea ;-) alles in allem ist der job ganz okay, ich muss mit einem anderen backpacker, einem iren namens derrick, sämtliche groben arbeiten erledigen. Angefangen hat mein job am Mittwoch zum beispiel ganz simpel mit der erklärung: „Michael this wall has to be taken down. Grab that jackhammer and get going.“ Mein erster gedanke war dann erstmal „jackhammer? Heißt jetzt aber nicht… oder doch?” es stellte sich dann recht schnell heraus, dass jackhammer tatsächlich presslufthammer heißt und mit ihm und seinem guten freund dem vorschlaghammer haben derrick und ich uns dann den ganzen tag an besagter wand ausgetobt. Sonst haben wir die tage im garten rumgeschaufelt und mehr wände und betonplatten entfernt und weils so schön war haben wir auch am Samstag gearbeitet.

Jetzt isses grad samstagabend 21:43 uhr queenslander zeit, d.h. bei euch ist es viertel vor eins, sofern ihr in deutschen gefilden weilt und die jule scheint sich auch gerade aus dem bett erhoben zu haben. Bei allen, die in sydney rumhängen ist es halt viertel vor elf abends und sonst wüsst ich jetzt von niemandem der sich in anderen zeitzonen rumtreibt. Jedenfalls hab ich mir heut mal wieder ein stück heimat (pfannkuchen) in der pfanne gebraten, was ich angesichts der langen woche als angemessene belohnung empfunden habe. Sonst geht’s mir eigentlich auch ganz gut, obwohl ich sagen muss dass ich meine bauarbeiterkarriere nach meinem aufenthalt in brissy wohl ziemlich sicher an den nagel hängen werde und eigentlich jetzt schon keinen bock mehr drauf hab. Aber jetzt werd ichs wohl noch eine oder zwei wochen durchziehen bis der flo sich dann auch mal aus bowen hierher bequemt hat und wir die restlichen paar kilometer bis sydney gemeinsam in angriff nehmen können. Eigentlich sollte ich jetzt mal meine fraser island postkarten die ich seit wochen mit mir rumtrage schreiben, aber ich glaub ich hab für heut genug getextet. Und ist blog nicht fast so schön wie ne postkarte? Mal ehrlich! Nein? Jagut ich sehs ja ein… ich machs morgen... Versprochen ;-)

Guad nacht!

3 Kommentare 25.11.07 01:41, kommentieren


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